Diamond-Technik

Mit Hilfe der Diamond Technik kann man Glaubenssätze erfolgreich verändern. Die vier Fragen dieser Methode werden in einer Rautenform angeordnet:

NLP Diamond Technik

NLP Diamond Technik @Mnemo Academy

Die zwei horizontalen Punkte „Satz“ und „Gegensatz“ beziehen sich auf den Ausgangssatz. „Satz“ bezeichnet den „Ausgangs- bzw. Problemsatz“, „Gegensatz“ das Gegenteil des Ausgangssatzes.

An der unteren Rautenspitze steht „sowohl als auch“. Das steht für die Gemeinsamkeiten von Satz und Gegensatz.

An der oberen Spitze ist „weder noch“angeführt. Dort stehen Dinge, die weder mit dem Satz noch mit dem Gegensatz etwas zu tun haben.

Das Netz kann weiter gesponnen werden, wenn man die in „ermöglicht und verhindert“ formulierten Antworten in die zwei Diamondsätze einsetzt. Je weiter man geht und je weiter das Netz damit gesponnen wird, umso mehr Freiheit und Unabhängigkeit kann man dadurch entdecken. Außerdem entdeckt man, dass jedem einzelnen Punkt eine vierfache Bedeutung zukommt. Interessant ist das Erlebnis des „Zwischen“ beim Übergang von einem Knoten zum anderen. Dieses wird, „Emotions-Surfen“ genannt.

Der Ablauf erfolgt in sechs Schritten.

Erste Ebene „S1“der Diamond Technik

  1. Schritt: Satz

Formuliere deinen Problem- bzw. Glaubenssatz.

  1. Schritt: Gegensatz

Der zweite Baustein ist ein entsprechender Gegensatz. Dieser Gegensatz kann eine Negation des Satzes sein. Die Bildung der Negation erfolgt sowohl mit der einfachen Verneinung, wie z.B. satt sein – nicht satt sein, oder durch das Gegenteil, wie satt sein – hungrig sein. Ein Gegensatz kann auch nur eine Gegenüberstellung von zwei verschiedenen Momenten sein.

  1. Schritt: Sowohl – als – auch

Im dritten Baustein geht es um die Gemeinsamkeit des Satzes und des Gegensatzes.

  • „Was haben der Satz und der Gegensatz gemeinsam?“
  • „Was ist für dich der gemeinsame Hintergrund von Satz und Gegensatz?“

Es erfolgt gewissermaßen ein Dissoziieren von der Vorstellung von Satz und Gegensatz. So lange man „mittendrin“ ist, erscheinen diese als völlig entgegengesetzt. Satz und Gegensatz sind stets durch einen Rahmen verbunden (Chunkup), der jedoch nicht bewusst wahrgenommen wird. Innerhalb eines bestimmten Rahmens gelangt man vom Satz zum Gegensatz. Der gesuchte Begriff ist üblicherweise eine Nominalisierung. Damit bietet die Diamond-Technik eine Auflösung des Satzes (Problems) durch Verlassen des bestehenden Rahmens, an.

Dieser Teil wird nach dem griechischen Wort für „Fülle“ auch Pleroma genannt.

  1. Schritt: Weder – noch

Der vierte Baustein heißt Kenoma, was sich vom griechischen Wort für „Leere“ herleitet. Die Kenoma ist der logische Gegenpart zum Pleroma. Hier wird gefragt, was jenseits von Satz und Gegensatz liegt.

Mögliche Fragen sind:

  • „Was liegt für dich jenseits von Satz und Gegensatz?“
  • „Womit hat weder der Satz noch der Gegensatz etwas gemeinsam?“

Hier wird der Blick für das Neue geöffnet, was in der engen Perspektive von Satz und Gegensatz bisher wenig beachtet wurde.

  1. Schritt: Ermöglicht und verhindert

Stelle nun zum Satz die Fragen:

  • „Was wird dadurch ermöglicht?“
  • „Was wird dadurch verhindert?“

Wiederhole dieses Vorgehen auch mit dem Gegensatz, dem „Sowohl-als-auch“ und dem „Weder-noch“.

  1. Schritt: Veränderter Ausgangssatz

Jetzt erfolgt die Frage nach der Veränderung des Ausgangssatzes.

  • „Mit den Erkenntnissen, die du jetzt aus den Fragen gewonnen hast – wie klingt nun dein Thema neu formuliert?“
  • „Wenn du dir noch einmal die Ausgangssituation vorstellst, wie formulierst du deinen eigentlichen Satz jetzt?“

Dieser neuformulierte Satz ist der neue Ausgangssatz der nächsten Ebene („S2“).

Zweite Ebene „S2“ der Diamond Technik

Von der 2-dimensionalen in die 3-dimensionale Struktur

Normalerweise setzt jetzt eine zweite Distanzierung, Relativierung und Perspektivierung des Satzes ein. Beginne nun mit der Ebene II, indem du das Ausgangsproblem und den Gegensatz erneut notierst. Setze diesen Satz als Gegensatz zu deinem Ausgangssatz. Dann folgen die Schritte Ebene I (1. bis 6.) mit dem Ergebnis „G3“.

Der Erkenntnissatz „G3“ stellt entweder eine reine Erkenntnis oder ein alternatives Ziel dar. Du kannst das Netz natürlich beliebig weiterspinnen. Stelle auf die jeweiligen Antworten von Ermöglichung und Verhinderung wiederum die Diamond-Fragen.

Je häufiger du diese Art von Bedeutungsnetzen konstruierst, desto tiefere Schichten, deiner Art und Weise der Welt Bedeutung zu geben, entdeckst du. Spannend ist bei dieser Art der Selbstbefragung das Erlebnis des „Zwischen“, des Übergangs und der Differenz zwischen den Knoten. Dieses Erlebnis nennt man emotionales Surfen.

Ökocheck

„Was spricht dagegen?“ Der Ökocheck rundet die Diamond Technik ab. Mit ihm wird sichergestellt, dass keine Widersprüche vorhanden sind.

Test – Future Pace

Eine Sicht in die Zukunft festigt das neue Ziel (Verhalten). „Wenn du das nächste Mal in einer ähnlichen Ausgangssituation bist: Wie ergeht es dir mit der reinen Erkenntnis oder dem alternativen Verhalten?“