Pralinen-Technik

Aufbau einer Motivation

Das „Pralinee-Muster“ ist eine Motivationsstrategie. Eine sehr sinnvolle Anwendung ist beispielsweise die Veränderung von Gefühlen bei Aufgaben, zu deren Erfüllung du dich kongruent entschieden hast, die du gegenwärtig jedoch nicht gerne erledigst. Wenn du dich kongruent entschieden hast, dass es wichtig ist, es zu tun, kannst du es genauso gut genießen! Sei sehr sorgfältig mit der Ökologie bei diesem Muster; du willst ja nicht beiläufig oder nachlässig ein intensives Bedürfnis installieren, etwas zu tun.

 

  1. Motivierendes Bild

Mache dir ein assoziiertes Bild von einer Sache oder einer Aktivität, die zu genießen du äußerst unwiderstehlich und anziehend findest (Pralinen zum Beispiel). Stelle dies kurz beiseite.

  1. Bild einer Aufgabe

Mache ein dissoziiertes Bild von dir selbst, wie du etwas machst, bezüglich dessen du kongruent den Entschluss gefasst hast, dass du es tun musst/willst, sodass du es genauso gut genießen kannst.

  1. Ökologie-Check

Gibt es irgendeinen Teil von dir, der einen Einwand dagegen hat, dass du es genießt, die Aufgabe zu erfüllen, zu der du dich entschlossen hast?

  1. Iris-Muster
  • Sehe das Bild der Aufgabe (Nr. 2) vor deinem geistigen Auge
  • das Bild mit dem motivierenden Bild (Nr. 1) direkt dahinter.
  • Öffne schnell ein kleines Loch im Zentrum des Bildes Nr. 2, sodass du das Bild Nr. 1 durch dieses Loch sehen kannst. Öffne das Loch rasch so weit, wie es für dich nötig ist, um eine volle gefühlsmäßige Reaktion auf das Bild Nr. 1 zu erreichen.
  • Jetzt lasse das Loch schnell zusammenschrumpfen, aber nur so schnell, wie du die gefühlsmäßige Reaktion auf das Bild Nr. 1 aufrechterhalten kannst.
  • Wiederhole die einzelnen Schritte mehrere Male, so schnell du kannst.
  • Das Ziel ist, das Gefühl des motivierenden Bildes mit dem des Aufgaben-Bildes zu verbinden.

5. Test

Blicke auf das Bild der Aufgaben (Nr. 2). Fühlst du dich dazu hingezogen? Wenn nicht, wiederhole Schritt 4 oder gehe zurück zu den vorhergehenden Schritten, um sicher zu sein, dass du die richtigen Elemente hast.

 

Neben den offensichtlichen therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten gibt es für dieses Muster auch viele Anwendungen im Geschäftsleben, z.B. bei Angestellten, die nützliche Jobs haben, die nicht von sich aus schon vergnüglich sind. Es kann auch bei Verkäufern oder Vertretern verwendet werden, die ungern telefonieren oder Hausbesuche machen, um sich dahin zu bringen, „auf Eis gelegte“ Telefonate und Besuche zu erledigen.