Körpersignale

Unbewusste Signale des Körpers sagen mehr über einen Menschen aus als seine Worte, denn die Körpersprache ist ehrlicher. Manchmal kommt es nicht darauf an, was uns der Gesprächspartner sagt, sondern wie er es sagt. Umso wichtiger ist es, die Sprache des Körpers richtig zu deuten.

Was sagt uns die Körperhaltung?

Wenn unser Gegenüber eine sehr gerade Haltung mit zurückgezogenen Schultern und auseinander gestellten Beinen einnimmt, dann ist er ruhig und gelassen und er lässt keinen Zweifel daran, dass er die Situation voll und ganz beherrscht. Ist unser Gesprächspartner unsicher und eher gehemmt, dann stellt er die Füße eng zusammen, winkelt ein Bein etwas an und hält den Kopf leicht zur Seite geneigt. Dabei macht er im Ganzen einen eher schüchternen Eindruck.

Ein klassisches Ausdrucksmittel in der Körpersprache ist der Abstand zwischen zwei Menschen. Jeder Mensch hat einen eigenen Schutzraum, eine ganz individuelle Hoheitszone, die ihn umgibt. Jede Annährung eines anderen Menschen empfinden wir als ein Eindringen in einen sehr persönlichen Bereich. Die stärkste Annäherung unter Menschen aber ist die Berührung. Man kann eine Berührung zulassen oder sogar billigen, wenn es sich zum Beispiel um einen vertrauten oder geliebten Menschen handelt.

  • intime Zone (unter 50 cm)
  • persönliche Zone (50 bis 150 cm)
  • gesellschaftliche Zone (150 bis 360 cm)
  • öffentliche Zone, auch Flucht-Distanz (> 360 cm)

Diese Angaben treffen natürlich nicht auf die gesamte Weltbevölkerung zu und variieren von Kulturkreis zu Kulturkreis. Sie sind ein Ausdruck jahrhundertelanger Anpassung und Kalibrierung. Sich der genauen Distanzzonen seines Gegenübers bewusst zu sein, ist ein wichtiger Punkt in der nonverbalen Kommunikation.