Ankern

 

Anker sind externe Auslöser, die eine innere Wirkung hervorrufen. Natürliche Anker sind z.B. Farben, die eine bestimmte Stimmung auslösen, Musik, die aktiviert oder beruhigt, oder ein Geruch, der an ein bestimmtes Ereignis erinnern lässt.

Werbung ist ein gutes Beispiel für die Wirkung von Anker. Werbung produziert sinnliche Reize: Bilder von sympathischen Menschen und schönen Landschaften, das Logo des Produktes, markante Stimmen, einen einprägsamen Satz, Musik. All das soll positive Gefühle hervorrufen.

Die Werbeindustrie versucht, diese Anker oft zu setzen. Das Gehirn lernt so, die einzelnen Elemente als Einheit zu kodieren, auf unbewusste Weise werden der Slogan, das Logo, die Stimmen, die Musik und das Gefühl miteinander verbunden. Beim Kaufen soll diese Synästhesie aktiviert werden. Wir sehen das Logo des Produktes und – ohne dass uns dies bewusst ist– wird die gesamte Einheit von Sehen, Hören und Fühlen innerlich aktiviert. Das Logo des Produktes wirkt als visueller Anker, der visuelle Reiz führt zu einem positiven Gefühl – der Kunde kauft.

Das Anker-Konzept stammt aus dem Behaviorismus (Bandler und Grinder erwähnen die Reiz-Reaktions-Konditionierung von Pavlow). NLP als pragmatischer Ansatz verwendet die behavioristische Idee konditionierter Reize auf vielfältige Weise, ohne dabei das Menschenbild des Behaviorismus und seine Idee einer unbegrenzten Manipulation von Menschen zu übernehmen.

Anker setzen

Einen Anker zu setzen bedeutet, die bewusste Verknüpfung eines externen Reizes mit einer bestehenden Erfahrung zu verbinden. Zum Ankern können alle Sinneskanäle genutzt werden (Bilder, Geräusche, Empfindungen, Gerüche, Geschmack).

Anker können selbst oder auch durch andere gesetzt und ausgelöst werden (Selbst- und Fremdanker).

Anker abfeuern meint das Auslösen des Reizes, wodurch die vorher geankerte Erfahrung wieder aktiviert und erlebt wird.